Berufsfeuerwehrtag 2009: Jugendfeuerwehr Lorch 24 Stunden im Einsatz
Am 25. September 2009 war es wieder soweit. Der zweite Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Lorch startete um 17 Uhr mit dem Antreten vor dem Feuerwehrhaus und der Fahrzeugeinteilung.
Nachdem wir zusammen mit unseren Betreuern die Fahrzeuge, welche wir im Rahmen des Berufsfeuerwehrtag im Einsatz hatten, übernommen haben, kam auch schon der erste Einsatz. Im Kirchhof in Lorch war eine Katze auf dem Baum. Sofort rückten wir mit TSF-W und RW aus und retteten die Katze - selbstverständlich nur ein Stofftier - aus der misslichen Lage.
Nach der Rückkehr gab es Abendessen, danach stellten wir unsere Betten im Lehrsaal auf.
Doch an Nachtruhe war noch lange nicht zu denken. "Einsatz für die Jugendfeuerwehr Lorch - Containerbrand am Reichenhof" war das Stichwort. Erneut rückten wir mit TSF-W und RW aus. Vor Ort staunten wir nicht schlecht. Im Container brannte wirklich ein Feuer und so starteten wir sofort mit dem Löschangriff und der Wasserversorgung für das TSF-W.
Nach der Rückkehr zum Florian Lorch war erst einmal Aufräumen angesagt. Die Fahrzeuge mussten wieder einsatzbereit gemacht werden und auch das Aufstellen der Betten war durch den Einsatz unterbrochen worden. Und kaum waren wir damit fertig ging es auch schon weiter. Dieses Mal diente das Feuerwehrhaus in Kirneck als Übungsobjekt. Angenommen wurde ein Gasaustritt - simuliert durch eine Nebelmaschine. Mit unseren selbst gebastelten Atemschutzgeräten gingen wir in das Gebäudeinnere vor und durchsuchten es nach vermissten Personen. Die vermisste Person wurde schnell gefunden und war noch wohl auf. Nachdem dann auch der Gashahn gefunden war, wurde noch ausgiebig gelüftet.
Jetzt konnte das Abendprogramm beginnen. Gemütlicher Videoabend unter Freunden, ein gemütliches Sofa - und da war der Gong schon wieder: "Einsatz für die Jugendfeuerwehr Lorch :Brand einer Hütte". Auf dem Haldenberg beim CVJM Heim brannte die Grillhütte.
Gegen 23 Uhr begann dann die Nachtruhe. Die Feldbetten versprachen einen angenehmen Schlaf. Ruhig war es allerdings nur bis 23:15 Uhr. In Weitmars am Festplatz wurde eine Person vermisst. Zum Absuchen des Geländes bildeten wir eine Kette und durchsuchten das Gelände.
Die Nachtruhe ging weiter. Dieses Mal blieb es auch ruhig. Ausruhen und einfach nur schlafen tat richtig gut.
Noch vor Sonnenaufgang, gegen 5:30 Uhr, wurden wir dann durch den Alarmgong geweckt. Ein Unwetter war über Lorch gezogen und hatte sowohl in der Innenstadt als auch auf dem Schäfersfeld dafür gesorgt, dass Bäume, die dem Wind nicht standhalten konnten, auf der Straße lagen. So hieß es, trotz der frühen Stunde, raus und ab zum Einsatzort, Absperren, Bäume zersägen und auf die Seite räumen.
Kurz darauf wurde ein weiterer Einsatz gemeldet. "Eine Hütte auf dem Kellerberg brennt" lautete unser Einsatzziel. Wie auch bei einer echten Feuerwehr gab es jedoch auch bei uns Fehlalarme, es konnte keine brennende Hütte gefunden werden und so ging es wieder zurück zum Gerätehaus.
Um 7 Uhr gab es dann Frühstück. Endlich ! Frisch gestärkt ging es weiter zum Theorieunterricht. Wieso brennen Dinge überhaupt ? Wie läuft ein Brand ab ? Wie kann man Feuer effektiv löschen ? Was sagt mir der Rauch und dessen Farbe und Intensität über den Brand ?
Nach der Theorie folgte die Praxis. Anhand einer Holzkiste, Dollhouse genannt, lernten wir, wie sich Rauch verändert und wie man einen bevorstehenden Flashover erkennen kann - und den kamen wir von unseren Betreuern in kleiner Form dann auch vorgeführt.
Unsere anschließende Freizeit nutzten wir für ein Fussballspiel auf dem Sportplatz der Stauferschule. Denn auch die Fitness ist zur Bewältigung bei der Feuerwehr zwingend notwendig.
"Einsatz für die Jugendfeuerwehr Lorch: Wohnungsbrand mit vermisster Person" lautete das nächste Einsatzstichwort. In Kirneck angekommen, fanden wir ein Einfamilienhaus vor, wo es aus mehreren Fenstern bereits rauchte. Sofort legten wir wieder unsere Atemschutzgeräte an und gingen mit zwei Atemschutztrupps zum Innenangriff vor. Raum für Raum wurde abgesucht und immer darauf geachtet, was wir zuvor in der Theorie über Feuer und Rauch gelernt hatten. Parallel dazu bauten wir eine Wasserversorgung auf, um ausreichend Wasser für die Brandbekämpfung zur Verfügung zu haben. Als wir die Person dann gefunden hatten, brachten wir sie ins Freie und übergaben sie dem Rettungsdienst. Wir selbst gingen wieder ins Gebäude zurück um auch das Feuer zu löschen.
Zurück am Gerätehaus war das Mittagessen schon vorbereitet. Doch zunächst mussten wir die Fahrzeuge für den nächsten Einsatz vorbereiten. Nach dem Mittagessen gab es Freizeit.
Der nächste Einsatz gehörte zur Gruppe der Technischen Hilfeleistungen. Im Beutental war Öl ausgetreten und in den Bachlauf gelangt. Um eine Ausbreitung des Öls zu verhindern, bauten wir die dortige Ölsperre ein und Schöpften das Öl mittels Ölbinder und Schaufeln vom angestauten Wasser ab.
Bei der anschließenden Theorieausbildung ging es um die Feuerwehr Dienstvorschrift 3. Diese regelt den Ablauf eines Einsatzes der Feuerwehr. Wer macht was ? Was ist notwendig, um einen Feuerwehreinsatz effektiv durchzuführen ?
Der letzte Einsatz führte uns zum Baggersee nach Waldhausen. Hier retteten wir eine Puppe mit dem Schlauchboot.
Als Abschluss des Tages gab es nach dem Aufräumen der benutzten Fahrzeuge und Gerätschaften ein Abendessen.